Archiv für die Kategorie „identum intern“
Das strenge Reglement im Hause identum oder die Geschichte von den 60 Palatschinken
Im Hause identum gibt es 14 Schäfchen. 8 Stück lammfromme Mädchens im kreativen Keller und 6 Stück gehörnte drüber im Bubenstock. Schafe müssen essen, Schafe müssen trinken, Schafe müssen auch sonst noch so einiges. Deswegen bekommt jedes Schaf beim Eintritt in den Stall einige Regeln vorgelegt, an die es sich normalerweise unbedingt halten sollte. Ob und in welchem Ausmass das dann wirklich passiert, ist eine andere Geschichte.
Regel Nummer 1: Wir essen gern und wir essen gern gemeinsam. (Regelbefolgung: hoch)
1. Haken an der Sache: kochen für 14 Schafe. Na servas! Geschirr abwaschen von 14 Schafen, noch mehr servas! Deswegen tritt Regel Nummer 2 in Kraft:
Die Dreifaltigkeitsregel: ein Schaf geht einkaufen, ein oder auch mehrere Schafe kochen, ein Schaf wäscht ab. (Regelbefolgung Tendenz sinkend).
Schafe halten sich naturgemäß gerne im Grünen auf. Deswegen haben wir auch einen schönen, grünen Hof, mit vielen schönen, grünen Pflanzen. Viele schöne, grüne Pflanzen brauchen viel schönes, klares Wasser. Eh voilá Regel Nummer 3:
Die-Blumenfee-sagt-Regel: gießt die Pflanzen. (Regelbefolgung: durchschnittlich bis gut) Funktioniert outdoor besser als indoor.
Wenn Schafe viel essen und trinken, kommt irgendwann der natürliche Lauf der Dinge ins Spiel und Hubis-Spezial-Regel (Regelbefolgung: schwer erfassbar, da Regelübertretungen oft im geheimen passieren):
Die Was-würde-Mac-Gyver-jetzt-tun-Regel. Für alle Unwissenden unter uns: Klopapierrollen ohne Klopapier sind ziemlich unnötig und unbrauchbar. Also: man nehme die leere Rolle und ersetze sie nach bestem Wissen und somit reinem Gewissen.
Wenn kleine Schafe viel arbeiten, müssen sie manchmal auch spielen, um den Kopf wieder freizubekommen. Wir spielen gern, wir wetten gerne. Fußball-Wetten mit ungewöhnlichen Wetteinsätzen mögen wir besonders gern. Und Verlierer, die dann sich an die Grundregeln des Wettens halten, mögen wir noch viel lieber. Deswegen hatten wir heute 60 Palatschinken auf dem Tisch, eine große Gewinnerin, eine Ungläubige, eine Slow-Eaterin, einen Hochstapler, eine Zurückhaltende, eine Wet-Shoe-Gewinnerin, einen Späteinsteiger, einen Mulitpalatschinken-Esser und eine Schwangere am Tisch. Und nicht zu vergessen. Eine Starfotografin.
Also liebe Leute. Die Frau Lehrer sagt: esst, spielt und befolgt die Regeln. Brecht von mir aus die Regeln, aber seid lieb zueinander.
Die vier Hürden
Frau Lehrer sagt: gießt die Blumen, Frau Lehrer erstellt einen Gießplan und Frau Lehrer verdonnert Arbeitskollegen zu Gartenarbeit. Find ich ja eigentlich keine schlechte Abwechslung anstatt mit spitzen Fingern in die Tasten zu hauen einmal so richtig im Dreck zu wühlen.
Erste Hürde: Baumarkt. Freundliche, jedoch stets unauffindbare Mitarbeiter, die einen dann noch mit einem vage in irgendeine Richtung gewachtelten “Na da sans, de Blumen” galant in die Pflanzenabteilung geleiten. Zum Glück bin ich mit Betti unterwegs, die locker meint: “Alle Baumärkte sind gleich. Kein Problem”. Ich noch interessiert an Sprühkleber und Abdeckbänder, sie schon beim Töpfe aussuchen.
Nächste Hürde: genug gleich große Töpfe zu finden. Gar nicht mal so leicht. Vorallem die Übertopf-Auswahl gestaltet sich schwieriger als angenommen. Die giftgrünen haben wir dann nach vorsichtigem Nachfragen in der Chefetage dann doch nicht genommen. Wir wollen ja nicht 2 mal umtopfen und uns noch als Design-Banausen beschimpfen lassen. Nein, da sind wir mit den Steintopf-Imitaten eher auf der sicheren Seite. Zum Glück sind sie leichter, als sie aussehen. Nichtsdestotrotz gestaltet sich der Transport recht umständlich. Es sind eigentlich nur 2 kurze Minuten zu Fuß oder 10 lang Minuten mit dem schwindligen Baumarkt-Wagerl. Wir haben all unsere Überzeugungskraft auskramen müssen, damit wir uns das Wagerl (ohne Stange zum Schieben) zuguterletzt dort ausleihen durften. Über die Frage, ob es denn jetzt einen Links- oder Rechtsdrall hat, konnten wir uns nicht so recht einigen. Deppat wars halt. Aber wir – 2 Frauen – haben uns nicht getraut mit dem Tussi-Smart den Transport vorzunehmen. Na, wie schaut das denn aus? Beinahe ausgekegelte Schultern waren dann das Ergebnis. Zum Glück hatte Betti ja schon vorsorglich einen Massagetermin ausgemacht. ICH nicht.
Dritte Hürde: Eigentlich easy. 6 große Palmen von alter Erde befreien, mit Bettis Schweizermesser Löcher in die Töpfe (sonst kann das Wasser ja nicht abfließen, gelle!), neue Erde rein, bisschen festklopfen und fertig. Ratzfatz. Noch etwas Erde im ganzen Hof, auf unseren Händen, Füßen und Wangen verteilen und rechtzeitig vorm Regen flüchten. Die Pflanzen lieben uns jetzt.
Vierte und schwerste Hürde: die Meute dazu zu bringen, die kleinen grünen Freunde auch zu gießen. Damit das ganze einen Sinn hat und nicht umsonst war. Weil noch einmal tu ich mir das nicht an. Der Dreck unter den Fingernägeln hat sich hartnäckig 2 Tage lang gehalten. Aber hallo!
Der Osterhase …
… war wohl über Nacht in der Agentur und hat überall seine Spuren hinterlassen. Wem wir das wohl zu verdanken haben (Danke, A.)
Und dazu gabe es einen wunderbaren “Oster-Lunch” mit allem was der Osterhase am Gründonnerstag so zu bieten hatte (Danke, A.)
FROHE OSTERN!
Beauty Salon identum
Vor kurzer Zeit sind alle männlichen identums eine Etage hinauf gewandert, nun sind wir Mädls ganz unter uns. Nicht, dass uns die Männer von unseren Beauty Sessions und “interessanten” Gesprächen über Schuhe, Friseurbesuche und ähnlichem abgehalten hätten, aber jetzt geht’s erst richtig ab.
In den Pausen wird gefeilt, poliert, lackiert und vieles mehr. Die einen könnenen es besser, die anderen weniger – gell, Vera?
Unsere Vera hübscht sich natürlich auch gerne auf, aber mit dem Fingernägel lackieren klappt’s noch nicht so richtig. Im vergangenen Jahr wollte sie mich immer wieder von ihren Skills überzuegen, musste aber jedes Mal mit einem schmunzeln feststellen, dass dies wohl nie zu ihren Stärken zählen wird. Wenn schon Lack, dann darf es nicht aussehen wie ein Kunstwerk einer 5-järigen daher gibt’s regelmäßig eine gratis Maniküre im Salon Petra.
Was für ein Glück, dass unsere Eisprinzessin neben mir sitzt
PS: Falls es mit der Karriere so nicht klappen sollte, mach ich halt ein Nagelstudio auf und Vera macht meine PR!
Neidlos neidig auf: Axel Halbhuber – erst quer durch Österreich, jetzt auf Weltreise
Der uns sehr ans Herz gewachsene Axel Halbhuber – Philosoph, kongenialer Gesprächspartner in so viele Dingen, Freund und Partner, Redakteur für u.a. Wirtschaftsblatt, Kurier, Seitenblicke Magazin – wandert durch Österreich, reist um die Welt, schreibt Blogs und Bücher. Neidlos neidig. Das bin ich.
Im vergangenen Sommer ist er quer durch Österreich gewandert – jawohl, von Vorarlberg nach Wien und das zu Fuß. Mit jeder Menge Höhenmetern. All diese Erfahrungen, Begegnungen und Wanderwege finden sich in seinem Tagebuch, das wiederum findet man im gut sortierten Buchandel:
Axel N. Halbhuber
Ich geh dann mal heim. 59 Tage in Österreichs Bergen
200 Seiten, mit zahlr. Abb. des Autors, 19,95 Euro
Beim lesen dieses Titels hab ich mich gleich mal gefragt, wofür dieses “N.” im Namen steht. Viele Literaten, Künstler und andere Berühmtheiten tragen diesen Mittelbuchstaben ja recht gern. Mal schauen, was ich von Axel erfahre bevor ich mich in Mutmaßungen ergehe. Ich, Hubert P. Nagele freue mich schon obs ein altehrwürdiges ”Norbert” oder doch ein Boboeskes “Noah” ist. Somit belasse ich es beim buchstabieren erstmal bei “Nordpol”. ODer orientiere mich daran, wo Axel sich gerade auf seiner Weltreise befindet: Neuseeland. Axel Neuseeland Halbhuber. Halbhuber gibt auch was her: Halb Hubert…Wo mir doch glatt unsere Seelenverwandtschaft in Erinnerung gerufen wird – festgestellt bei Biofruchtsaft. Wir betrachten einander in unserer Freundschaft mitunter auch mit Neid. Jender Sorte Neid die Zen artig auch neidlos genannt werden kann. Denn jeder von uns beiden ist so zufrieden mit dem eigenen Leben, dass es uns möglich ist neidlos neidig auf den Lebensweg des anderen zu sein. Verständlich? Falls nicht dann aktuell: Ich sehe Axels Reise, Axels Lebensweg als einen, den ich auch gern gehen würde. Gehen könnte, doch auf der anderen Seite der Zen Medaillie bin ich doch so glücklich mit meinem Weg. Also freu ich mich für und mit ihm, beneide ihn mit Schimpfwörtern….”ich freu mich so für Dich Du bl+*#’ A_=&%”.
Egal – wer Axels Weltreise mitverfolgen will, seine wunderbare Schreibe genießen will, dann bitte ab auf: Halbhubers Weltreise
Die identums müssen nicht mehr frieren!
Wir, die Kellerkinder aus der Sandleitengasse [Anm.: unser Büro befindet sich im Souterrain], haben harte Zeiten hinter uns. Warum? Weil unsere Therme ausgefallen ist
Bei eisigen Temperaturen haben wir trotzdem brav gearbeitet. Handschuhe, Jacken, Hauben – alles Teil der Überlebensstrategie. Aber heute wurden wir erlöst! Es ist wohlig warm in unserem Kreativ-Nest und unser Atem macht keine Rauchzeichen mehr







