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Digitalisierung unter Strom

02.05.2018 - 12:56

Ein Buzzword, ein Trend oder Notwendigkeit?

Die digitale Revolution betrifft Wirtschafts-, Gesellschafts-, Arbeits- und Privatleben und durchdringt immer mehr den Alltag.
Oftmals wird die Digitalisierung als Schreckgespenst und unvermeidbares Übel dargestellt. Menschliche Arbeitskraft wird durch Maschinen oder Computer ersetzt, die standardisierte Abläufe schneller, effizienter und genauer durchführen können. Etablierte Unternehmen verschwinden vom Markt, da sie an einem bestimmten Punkt übersehen, ihre Geschäftsmodelle den Bedürfnissen ihrer Kunden anzupassen oder technologische Fortschritte in ihre Strategie mit einzubeziehen. Nokia und Kodak sind ein häufig genanntes Paradebeispiel verschlafener Innovation. Denn die größte Hürde zum Umdenken und zur Bereitschaft etwas zu verändern, ist der Erfolg.

Wie wir in der Praxis ein Geschäftsmodell digitalisierten

Identum hat sich zum Ziel gesetzt, nicht nur die Botschaften unserer Kunden sinnvoll und verständlich zu transportieren, sondern sie als Partner viel mehr auch im Prozess der digitalen Transformation zu unterstützen, sie zu ermutigen den Innovationsgedanken mitzutragen und Veränderung zu forcieren. Denn darin liegt das enorme Potential der Digitalisierung.

Wie wir das machen? Mit viel Hands-On-Mentalität und Flexibilität, aber immer mit einem klaren Ziel vor Augen. Am Besten dargestellt am folgenden Beispiel:
Seit der Strommarkt in Österreich liberalisiert wurde und jeder Haushalt selbst entscheiden kann, von welchem Lieferanten er mit Energie beliefert wird, stehen Strom- und Gasanbieter im direkten Wettbewerb zueinander. Die Anbieter machen den Umstieg mit hohen Wechselrabatten im ersten Jahr schmackhaft. Wer jedoch nach dem Wechsel länger als ein Jahr beim gewählten Anbieter bleibt, hat meistens ab dem darauffolgenden Jahr mit hohen Gebühren zu rechnen. Der Anbieter spekuliert, dass nach nur einem Jahr nicht wieder gewechselt wird.

Innovation am Strommarkt durch digitale Transformation

Energy Hero (ein Start-Up aus dem Energiebereich) setzt sein Geschäftsmodell an genau dieser Stelle an. Gegen eine jährliche Gebühr wird der Kunde zum aktuell günstigsten Anbieter gewechselt, profitiert durch die Wechselrabatte und spart Zeit, da die bürokratischen Schritte im Hintergrund durch Energy Hero erledigt werden.
Was hat das nun mit Digitalisierung zu tun und welche Rolle spielt Identum dabei?

Energy Hero ist mit dem Wunsch nach Markenentwicklung, Kampagnenerstellung und -betreuung sowie der Entwicklung ihrer Website an uns herangetreten.
Wir haben das durch Digitalisierung getriebene Produkt von Grund auf aufgegriffen und nicht nur ein Markenkonzept erarbeitet, sondern waren von Anfang an auch in der Entwicklung des Geschäftsmodells und der Prozesse selbst mit eingebunden.

Für den Endkunden läuft alles schnell und unkompliziert ab. Im Hintergrund sind jedoch viele Schritte notwendig, die der Kunde vom Erstkontakt mit der von uns entwickelten Kampagne bis zum Abschluss des Liefervertrags des aktuell günstigsten Energieanbieters durchläuft. Jeder dieser Schritte passiert automatisiert und wird systemisch abgebildet und auch gemessen. Angefangen beim Conversion-Tracking, über die Ausspielung von Online-Bannern, die Anmeldung der Kunden auf der Website, die Übertragung der Daten zum CRM SalesForce und die dortige Abbildung des Customer Lifecycles.

Die e-Control Schnittstelle ermöglicht dabei den günstigsten Anbieter für das Bedarfsprofil des Endkunden zu finden und den Wechsel zu diesem einzuleiten. Der Transfer stellt somit den vorläufig letzten Schritt in der digitalen Prozesskette dar – zumindest bis zum erneuten Wechsel im darauffolgenden Jahr.

Dank technologische Flexibilität mit Paradigmen brechen

Anhand von Energy Hero sieht man die Digitalisierung als Mittel zum Zweck, und zwar, um den Kunden zum günstigsten Energieanbieter am Markt zu wechseln und nicht, um die Digitalisierung selbst als Unternehmensgegenstand. Wir verbinden bei Energy Hero mehrere Technologien, um unserem Kunden ein technisches Produkt zu ermöglichen, das als solches bis jetzt noch nicht am Markt existiert hat – und ohne digitaler Lösungen nicht realisierbar wäre.

Dass dabei ein Umdenken und die Bereitschaft zum Regel- bzw. Paradigmenbruch, sowie Flexibilität und schnelle technologische und strategische Richtungswechsel notwendig sind, liegt in der Natur der Sache und das macht dieses Projekt auch für uns als Agentur so spannend – nicht nur unter dem Aspekt der Digitalisierung.

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